Sparbriefe

Sparbriefe bezeichnet man auch als Langfristanlagen. Sparer, die ihre Ersparnisse über längere Zeit nicht benötigen, haben bei langfristigen Geldanlagen die Wahl zwischen Sparbriefen oder Festgeldkonten. Diesen Sparformen ist gemeinsam, dass der zu Beginn der Laufzeit garantierte Zins sich unbeeindruckt von den Entwicklungen am Finanz- und Zinsmarkt, während der gesamten Laufzeit der Geldanlage nicht verändert. Viele Banken und Sparkassen geben Sparbriefe heraus, bei denen ein Sparer selbst entscheiden kann, ob die Zinsen jährlich gezahlt und dem Referenzkonto gutgeschrieben werden sollen, oder ob die Zinsen bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit gesammelt werden sollen. Oft kann ein Sparbrief schon ab einem Betrag von nur 50 Euro gekauft werden.

Den Sparbrief zur Steueroptimierung einsetzen

Sparer, die ihren Sparerfreibetrag bereits voll ausgeschöpft haben, können Sparbriefe kaufen und damit ihre Steuerlast optimieren, indem sie die Zinseinkünfte in die Zukunft verlagern. Für Zinserträge aus Sparbriefen sind 25 Prozent Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag an das Finanzamt abzuführen. Soll die Steuerlast optimiert werden, kauft man am besten Sparbriefe mit verschieden langen Laufzeiten. Ab fünf Jahren aufwärts werden Sparbriefe gehandelt. Langfristanlagen sind aufgrund der allgemein niedrigen Zinsen derzeit jedoch eigentlich nicht zu empfehlen. Wer einen Sparbrief-Vergleich anstellt, kann aktuell Angebote finden, die bei zehnjähriger Laufzeit etwas mehr als drei Prozent Zinsen bieten.

Wem das bei zehn Jahren Laufzeit eine zu geringe Rendite ist, der sollte sich, wenn die Sicherheit und die Steueroptimierung im Vordergrund stehen, bei Festgeldangeboten umsehen. Hier sind die Zinsen oft einen Tick attraktiver.

Was ist ein abgezinster Sparbrief

Bei einem abgezinsten Sparbrief kauft der Sparer seinen Sparbrief für einen Betrag, der um die Zinsen reduziert wurde. Das heißt, bei einem angenommenen Zins von zwei Prozent und zwölf Monaten Laufzeit zahlt der Sparer bei 10.000 Euro Kaufpreis nur 9.800 Euro. Die Zinsen werden im Vorfeld subtrahiert. Standardmäßig werden sie jedoch so angeboten, dass der volle Preis gezahlt werden muss und die Zinsen jährlich oder am Laufzeitende gutgeschrieben werden.

Die Sicherheit von Sparbriefen und die Verfügbarkeit

Geldanlagen in Sparbriefen gehören zu den sicheren Geldanlagen. Banken, die diese Sparform anbieten, versichern hundertprozentigen Anlagenschutz, sodass der Sparer selbst im Fall der Pleite einer Bank sein Geld zurückbekommt.

Allerdings gehen Sparer mit den langen Laufzeiten auch ein gewisses Risiko ein. In dieser langen Zeit können am Markt Veränderungen stattfinden, die dazu führen, dass der Anleger vorzeitig an sein Geld möchte. Aber auch, wenn persönliche Gründe vorliegen, an das Geld im Sparbrief kommt man nicht vorzeitig heran. Es sollten von daher immer nur Ersparnisse angelegt werden, die man während der Laufzeit keinesfalls benötigt. Dabei sollte auch bedacht werden, dass Zinsen für das Aufnehmen von Krediten grundsätzlich höher sind, als Zinsen, die auf Spareinlagen gezahlt werden. Wer Geld auf einem Sparbrief anlegt und dann später einen Kredit zu Konsumzwecken aufnimmt, macht seine Rendite aus dem Sparbrief dadurch zunichte.

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  1. […] auch außerbörslich in großen Mengen wie beispielsweise am London Bullion Market gehandelt. Auch Banken und Goldhändler bieten es in vielfältigen Formen an. Die gängige Verrechnungseinheit ist die Feinunze (oz.), ein […]

  2. […] Kann ein potenzieller Anleger länger auf sein Kapital verzichten, bieten sich für diesen entweder Sparbriefe oder auch längerfristige Festgeldkonten […]

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