Investmentfonds

„Investmentfonds“ ist ein Sammelbegriff für eine spezielle Anlageform. Eine Investmentgesellschaft sammelt das Geld der Anleger in einem Sondervermögen und legt es nach unterschiedlichen Prinzipien an. Die Gelder fließen meist in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder Immobilien. Der Einzahler wird Miteigentümer am Fondsvermögen; dafür erhält er Fondsanteile. Der Wert dieser Anteile steigt oder fällt je nach der Entwicklung des Gesamtwertes des Fondsvermögens. Der Anleger kann seine erworbenen Anteile jederzeit zurückgeben; es gilt der tagesaktuelle Rücknahmepreis.

Risikostreuung des Investmentfonds ist ein wichtiger Faktor

Ein wichtiger Grundsatz für Investmentfonds besteht in der Verpflichtung für die Investmentgesellschaft, die Anlagerisiken zu streuen. Das geschieht durch Investition in unterschiedliche Aktien oder Immobilien. Die Beschränkung auf eine einzige Aktie oder Immobilie ist nicht zugelassen.

Diese Risikostreuung ist vor allem bei Anlagen in Aktien wichtig. Starke Schwankungen, wie sie bei einzelnen Papieren immer wieder vorkommen, können im Allgemeinen problemlos ausgeglichen werden.
Anleger haben dabei viele Möglichkeiten, ihren Anlageschwerpunkt gezielt zu setzen. Sie können sich für Aktienfonds entscheiden, die weltweit, in bestimmten Regionen oder einzelnen Ländern investieren. Auch eine Konzentration auf bestimmte Branchen ist möglich, zum Beispiel Pharmaindustrie oder Energieunternehmen.

Auch Rentenfonds bieten viele Varianten

Investmentfonds

Foto: © Franz Pfluegl

Beliebte Investmentfonds sind auch die so genannten Rentenfonds. Sie gelten generell als eine risikoarme Variante; der Anleger muss aber mit Abstrichen bei der Rendite rechnen.

Die Fondsgesellschaften kaufen bei diesem Modell Anleihen von Schuldnern, die in der Regel über eine gute Bonität verfügen. Häufig kommen Staatsanleihen ins Depot. Anleger können auch hier ihre Risiken und Renditechancen durch die Auswahl der konkreten Rentenfonds steuern.

So gelten Euro-Fonds als besonders sicher, aber nicht sehr ertragsstark. Wer dagegen in Fremdwährungen investiert, geht aufgrund der Währungsschwankungen ein größeres Risiko ein. Dafür kann er von höheren Zinsen in anderen Ländern profitieren.

Indexfonds sind gefragt

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich seit einigen Jahren so genannte Indexfonds. Sie bilden einen bestehenden Index, zum Beispiel den DAX, im Verhältnis 1:1 ab. Der Anleger partizipiert also am Auf und Ab des gesamten Indexwertes. Das Risiko ist damit weitaus geringer als bei der Auswahl einer einzelnen Aktie.

Darüber hinaus sind solche Konstrukte meist kostengünstiger, da sie nicht aktiv gemanagt werden müssen; die jeweilige Zusammensetzung ergibt sich aus dem abgebildeten Index.
Außer den genannten Arten gibt es weitere Einzel- und Mischformen von Investmentfonds. In den meisten Fällen sind die Risiken überschaubar, zumal zahlreiche gesetzliche Auflagen für die Fondsgesellschaften bestehen. Gleichwohl sorgt das Auf und Ab der Märkte einerseits für ein Restrisiko, andererseits aber auch für Gewinnchancen.

Für den Anleger folgt daraus: Bevor er in sein Geld in Investmentfonds anlegt, sollte er sein Anlageziel klar definieren. Wünscht er sich mehr Sicherheit, wird er mehr in Rentenfonds investieren. Langfristig höhere Ertragschancen bieten dagegen Aktienfonds. Je nach Mentalität kann jeder Anleger die für ihn passende Taktik verfolgen.

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