Edelmetalle, Gold

Als Wertaufbewahrungs- und Tauschmittel hat Gold eine lange Tradition, die Jahrtausende zurückreicht. Nicht nur die alten Ägypter schätzten seinen Wert, sondern auch alle anderen antiken Hochkulturen rund um den Globus. Seine besondere Stellung verdankt das Edelmetall seinem begrenzten Vorkommen von rund 4 Gramm auf 1.000 Tonnen Gestein. Die jährliche Förderung weltweit beträgt zurzeit etwa 2.600 Tonnen. Von Silber abgesehen ist Gold historisch betrachtet das Einzige unter den Edelmetallen, dem eine Geldfunktion zukommt. Auch wenn sein Preis Schwankungen unterliegt, ist es wertbeständig und bietet Schutz gegen Vermögensentwertung durch Inflation und Währungsverfall. Vor allem in Krisenzeiten lässt sich beobachten, dass die Nachfrage und damit der Preis nach diesem hochwertigen Metall signifikant ansteigt.

Goldhandel mit Barren und Münzen

Gold wird an vielen Rohstoffbörsen der Welt gehandelt. Die größten Umsätze werden an der Comex in New York getätigt. Daneben wird es aber auch außerbörslich in großen Mengen wie beispielsweise am London Bullion Market gehandelt. Auch Banken und Goldhändler bieten es in vielfältigen Formen an. Die gängige Verrechnungseinheit ist die Feinunze (oz.), ein Massemaß, dem rund 31,1 Gramm entsprechen. In Barren gegossen ist das edle Metall in den unterschiedlichsten Stücklungen erhältlich. Verbreitet sind Standardbarren von 400 Feinunzen. Darüber hinaus wird es in Form sogenannter Bullionmünzen wie Krügerrand oder Maple Leaf angeboten, welche über den Materialwert hinaus einen Sammlerwert haben, der nicht unerheblich ist.

Entwicklung des Goldpreises

Gold Anlagen EdelmetalleDer Goldpreis befindet sich zurzeit auf einem historisch beispiellosen Höhenflug. Seit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems 1973, das die Weltleitwährung US-Dollar an den Goldpreis band, stieg der Goldpreis um mehr als das Fünfzehnfache an. Viele Experten schätzen, dass diese Entwicklung bedingt durch die globale Schulden- und Geldsystemkrise noch lange anhalten wird. Niedrigstzinsen bei den Staatsanleihen, die in der Vergangenheit als solides und attraktives Investment galten, werden den Goldpreis mittelfristig weiter nach oben treiben. Im Gegensatz zu vielen anderen Investitionsgütern wird mit dem Edelmetall jedoch nicht nur aus spekulativen Gründen gehandelt, sondern weil es unabhängig von seiner jeweils aktuellen Bewertung in einer Währung als immerwährender Wert angesehen wird.

Gold als Vermögensanlage

Zum Schutz gegen Inflation und den damit verbundenen Verlusten ist Gold als Beimischung fürs Depot zurzeit sehr begehrt. Die Empfehlungen der meisten Anlageexperten tendieren dazu, bis zu 20 % des Vermögens in Edelmetallen anzulegen. Damit werden diese zu einer attraktiven Anlagealternative zu anderen Realwerten wie Immobilien und Aktien gesehen. Solange es keine Kopplung von Währungen an physisch existente Goldbestände gibt, ist nach Meinung vieler Fachleute nicht damit zu rechnen, dass der Goldpreis signifikant einbrechen könnte. Vielmehr scheint das Gegenteil der Fall, weil die Ausweitung der Geldmengen aufgrund der globalen Schuldenkrise einen weiteren Wertverfall bei Papiergeldanlagen zum realistischen Szenario werden lässt. Vor diesem Hintergrund ist es nicht falsch, die Vermögensanlagen über viele Assetklassen zu streuen. Gold gehört auf jeden Fall dazu.

Foto: © pixeltrap

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